Endgültiges Aus für Verkauf von Käfigeiern rückt näher
22.02.2012 - 15:57 Uhr
Das endgültige Aus für den Verkauf von Eiern aus Käfighaltung in
Deutschland rückt näher. Tierschützern zufolge wollen Großhändler
keine solchen Eier mehr verkaufen, die in den großen Supermärkten
schon länger nicht mehr angeboten werden. (Archivfoto)
© Jean-Pierre Muller - AFP
Das endgültige Aus für den Verkauf von Eiern aus Käfighaltung in
Deutschland rückt näher. Wie die Albert-Schweizer-Stiftung
mitteilte, konnte sie mehrere Großhandelsunternehmen überzeugen,
den Verkauf von Käfigeiern zu beenden. Dies sei ein "echter
Durchbruch", erklärte die Tierschutzorganisation. Demnach wollen
Metro, Fegro/Selgros, Handelshof, Peter Mattfeld & Sohn und
Edeka C&C künftig keine Käfigeier mehr verkaufen.
Die großen Supermarktketten bieten schon länger keine Eier aus
Käfighaltung mehr an. Bei den Großhändlern gibt es Käfighalter
hingegen noch zu kaufen. Zwar ist in Deutschland die Haltung von
Hennen in Einzelkäfigen seit dem 1. Januar 2010 verboten, doch die
Haltung in Kleingruppen-Käfigen ist weiter erlaubt. Die
Albert-Schweizer-Stiftung sprach sich am Mittwoch erneut für ein
"vollumfassendes Käfigverbot" bis spätestens Ende des Jahrzehnts
aus.
Seit dem 1. Januar ist die Käfighaltung von Legehennen in allen
EU-Ländern an sich verboten. Zahlreiche EU-Staaten haben die
Regelung allerdings noch nicht umgesetzt. Haltungsart und Herkunft
der Hühner lassen sich am Stempelaufdruck auf dem Ei ablesen. Die
erste Ziffer auf dem Stempel steht für die Haltungsform, wobei 0
die ökologische Haltungsart kennzeichnet. Die Ziffer 1 steht für
Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfige.
Quelle: 2012 AFP