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Südfrankreich drohen wegen Kältewelle Stromausfälle

06.02.2012 - 15:28 Uhr
Südfrankreich drohen wegen des hohen Energieverbrauchs in der
momentanen Kältewelle Stromausfälle. Der Netzbetreiber RTE gab für
die südfranzösischen Departements Var und Alpes-Maritimes die
höchste Alarmstufe aus.
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Südfrankreich drohen wegen des hohen Energieverbrauchs in der momentanen Kältewelle Stromausfälle. Der Netzbetreiber RTE gab für die südfranzösischen Departements Var und Alpes-Maritimes die höchste Alarmstufe aus.

 © Gerard Julien - AFP

Südfrankreich drohen wegen des hohen Energieverbrauchs in der momentanen Kältewelle Stromausfälle. Der Netzbetreiber RTE gab für die südfranzösischen Departements Var und Alpes-Maritimes die höchste Alarmstufe aus. Die Stromversorgung in Deutschland hingegen ist nach Angaben des Bundesumweltministeriums stabil und lässt sogar Spielraum für Energieexporte ins Ausland.

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Der französische Netzbetreiber RTE erwartete, dass am Montagabend gegen 19.00 Uhr ein neuer Verbrauchsrekord aufgestellt wird. In den vergangenen Tagen zogen die Großhandelspreise für Strom bereits deutlich an.

In Frankreich ist der Stromverbrauch an kalten Tagen besonders hoch, da ein großer Teil der Haushalte mit Elektroheizungen ausgestattet ist. Nach Angaben der französischen Umwelt- und Energieagentur Ademe wird in 31 Prozent der Wohnungen und Häuser mit Strom geheizt. Und der Anteil von Elektroheizungen ist demnach vor allem in neuen Wohnungen hoch: 80 Prozent der 2009 gebauten Immobilien werden mit Strom beheizt.

Der Chef des staatlichen Stromkonzerns EDF, Henri Proglio, räumte in einem Radiointerview ein, dass das französische Stromnetz in Zeiten großer Nachfrage anfällig sei. RTE riet den Verbrauchern deshalb, keine elektrischen Haushaltsgeräte zu benutzen und Fernseher und Computer, die im Standby-Modus sind, ganz auszuschalten.

Frankreich als größter Atomstromproduzent in Europa muss in Spitzenzeiten, vor allem am Abend, Strom einführen, wenn viele Franzosen von der Arbeit nach Hause kommen und Fernseher oder Küchengeräte einschalten. Am Samstag hatte EDF mehr als 3000 Megawatt in Nachbarländern wie Großbritannien und Spanien eingekauft.

Deutschland konnte in den vergangenen Tagen trotz Eiseskälte und Energiewende Strom ins Ausland exportieren, wie eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums in Berlin sagte. Die vier großen deutschen Stromnetzbetreiber hätten am Wochenende mitgeteilt, dass die Stromnetze trotz hohen Verbrauchs stabil seien und dass teils auch Strom in andere Länder geflossen sei. Dies zeige, dass sich Deutschland mit der Energiewende auf einem guten Weg befinde. Die Stromnetzbetreiber hatten vor einer wachsenden Gefahr von Stromausfällen angesichts der Energiewende gewarnt.

Eine Sprecherin der Bundesnetzagentur in Bonn bestätigte, dass die Lage in den Stromnetzen "zwar angespannt, aber stabil" sei. Die Behörde habe schon im Sommer die Lage analysiert und vorgesorgt.

Dennoch schließt das Bundesumweltministerium einem Bericht zufolge wegen der anhaltenden Kälte Stromausfälle und sogar mögliche Abschaltungen von Industrieanlagen nicht aus. Wie die "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe) berichtete, machte das Ministerium Politikern in einem Rundschreiben Vorschläge, wie diese sich in einem solchen Falle öffentlich äußern sollen. Einer der Vorschläge war demnach zu sagen, Frankreichs Elektroheizungen seien schuld. Die Sprecherin des Ministeriums sagte in Berlin, es gebe kein Rundschreiben.

Quelle: 2012 AFP
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