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Soviel Trinkgeld sollten Sie bezahlen

von Christoph Dannenberg
In vielen Ländern gibt es unterschiedliche Gewohnheiten was das Trinkgeld betrifft. freenet.de bereitet Sie optimal auf Ihren Sommerurlaub vor.
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In vielen Ländern gibt es unterschiedliche Gewohnheiten was das Trinkgeld betrifft. freenet.de bereitet Sie optimal auf Ihren Sommerurlaub vor.

 © Creatas

Der Sommerurlaub steht bevor: Damit Sie auf ihren Reisen in fernen Ländern nicht von einem ins andere Fettnäpfchen treten, geben wir Ihnen einen Überblick über die landestypischen Trinkgeld-Gepflogenheiten.

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Nichts ist peinlicher als aus Unwissenheit die einheimischen Servicekräfte mit unpassendem Trinkgeld zu verärgern. Denn was in dem einem Land mit Kusshand angenommen wird, kann in einem anderen Land eine Beleidigung sein.

"Generell gilt: Der Aufschlag ist freiwillig und zusätzlich", sagt ADAC-Mitarbeiterin Katharina Bauer. "Man gibt so viel, wie man mag und wie der Service wert war", meint Marco Montini, Direktor bei der Italienischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt.

Trotzdem herrschen in jedem Land gewisse Gepflogenheiten über einen guten Ton beim Trinkgeld. So gibt der Kunde in europäischen Ländern klassischerweise einen Tip in Höhe von 10-15 Prozent. In Frankreich wird "Le pourboire" - zu deutsch "Trinkgeld" - auf dem Tisch liegen gelassen.

In Italien hingegen ist es in der Gastronomie unüblich, die Servicekräfte zusätzlich zu entlohnen. Meist bezahlt man den auf der Rechnung ausgewiesenen "coperto", eine Grundgebühr für das Eindecken des Tischs. Bei besonderer Zufriedenheit genügt es nach dem Essen ein wenig Kleingeld liegenzulassen. Wie auch in Griechenland ist es in Italien in Ordnung nach einer Taxifahrt die zu bezahlende Summe glatt aufzurunden.

Wer sich in Großbritannien in einer Bar besonders wohl gefühlt hat, kann dies den Mitarbeitern signalisieren, indem man den Barkeeper auf einen Drink einlädt. In Spanien und Portugal gelten Kleinstbeträge wie Zwei- und Fünf-Cent-Stücken als grob unhöflich. Prinzipiell ist es in europäischen Ländern angebracht immer ein wenig Trinkgeld locker zu machen. In der Türkei könnte man sich sonst schnell den Ärger einhandeln.

In den USA und in Kanada ist es sogar üblich ein Trinkgeld von 15-20 Prozent zu bezahlen, da es für die Servicekräfte dort ein fester und lebensnotwendiger Bestandteil des Lohns ist.

Dagegen wird in China und in Japan ein Trinkgeld häufig als Beleidigung verstanden. Ganz im Gegensatz zu Thailand und Malaysia: Wer gedacht hat, dass er dort günstig wegkommt, hat sich geirrt. In diesem Teil Asien geht es bereits sehr westlich zu. Zehn Prozent Trinkgeld gehören dort zum guten Umgang.

Besondere Vorsicht ist weltweit in Touristen-Hochburgen geboten: Schauen Sie sich die Rechnung ganz genau an, denn häufig berechnen die Servicekräfte ihren Tip selbst, ohne Sie als Kunden darauf hinzuweisen. Diese Sonderzahlung ist auf der Rechnung dann als "Service" oder "Service charge" ausgewiesen.

Quelle: freenet.de
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